D-ARCH spacer Gastdozenten Marco Graber / Thomas Pulver
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BERGBAD

ein Ort der Ruhe und Entspannung in den Alpen

 

Die an Thermal- und Mineralwasservorkommen gegründeten Heilbäder haben quer durch die Architekturgeschichte ein faszinierendes Spektrum an baulichen Anlagen hervorgebracht. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts geht der Glaube an die heilsame Wirkung des Wassers zurück und der Begriff des Badbesuchs reduziert sich auf das Schwimmen als Breitensport. In der gegenwärtigen Wiederentdeckung „natürlicher“ Heilverfahren rückt Wasser als eigentliches Heilmittel nun erneut ins Blickfeld. Die wiederauflebende Bäderkultur setzt jedoch nicht ganz da an, wo sie uns in ihrer Hochzeit die einschlägigsten Bilder hinterlassen hat. Suchte der Gast der „Belle Epoche“ den Kurort vor allem wegen seinen mondänden Seiten auf, wünscht sich der heutige Gast Entspannung und Ruhe. Die gegenwärtige Renaissance der Heilquellen und Badeorte als Transformation der alten Kuranstalt zum Wellness-Resort steht oft für die Verarmung einer an sich spannenden Baugattung: Von vereinzelten Höhepunkten ambitionierter Vorhaben abgesehen, faszinieren uns die austauschbaren Kulissenarchitekturen des zeitgenössischen Aqua-Park-Designs kaum.

 

Der Semesterkurs führt uns in eines der einst zahlreichen kleinen Quellbäder, die sich meist als Folge tektonischer Bruchzonen in vielen Teilen der Schweizer Alpen finden. Ihr Name als Kurort ist mit der weitgehenden Einstellung des Badbetriebs meist schon vergessen und die bescheidenen Anlagen haben kaum Bausubstanz überleben lassen. Uns interessiert hier im abgelegenen Landschaftsraum auszuloten, was die Aufgabe der kleinen Badetherme für den Ruhe und Einkehr suchenden Kurgast heute bedeuten kann. Neben der Frage der Beziehung zur alpin-prägnanten Umgebung beschäftigt uns der Aspekt der innenräumlichen Inszenierung eines an sich sehr archaischen Programmes.

 

In drei Zwischenkritiken und intensiven Tischbesprechungen werden die Projekte in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl entwickelt.

 

Illustration

 

Assistenz: HIL E19.3

Telefon: +41 44 633 49 53

E-Mail: graberpulver@arch.ethz.ch

 

Anzahl Studierende: 28

Aufgabentyp: Entwurf

mögliche integrierte Disziplin:
Konstruktion betreut von der Doz. Ruedi Seiler (Oi / E+i)

Einführung mit Exkursion:
Di 19.02.08 / Mi 20.02.08, genauere Angaben folgen per Mail.

Download: PDF


15.01.2008 webmaster@arch

 

 
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